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	<title>Praxis für Psychotherapie und (Online-) Beratung</title>
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	<title>Praxis für Psychotherapie und (Online-) Beratung</title>
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		<title>Sinn und Erfüllung finden</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/sinn-und-erfuellung-finden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 19:23:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Erfüllung]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigt schon seit Urzeiten den Menschen. Sowohl ganze Religionen als auch Philosophen und viele andere Menschen haben sich mit der Frage beschäftigt. Dabei kann man nach einem spirituellen Sinn fragen, aber auch ganz allgemein der Frage nachgehen, wie man sein Leben sinnvoll gestaltet. Der vorliegende Artikel soll sich [&#8230;]</p>
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<p>Die Frage nach dem Sinn des Lebens beschäftigt schon seit Urzeiten den Menschen. Sowohl ganze Religionen als auch Philosophen und viele andere Menschen haben sich mit der Frage beschäftigt. Dabei kann man nach einem spirituellen Sinn fragen, aber auch ganz allgemein der Frage nachgehen, wie man sein Leben sinnvoll gestaltet. Der vorliegende Artikel soll sich nicht mit dem spirituellen Sinn des Lebens beschäftigen, sondern wie du selbst mehr Sinn und Erfüllung finden kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ist die Frage nach dem Sinn wichtig? </h2>



<p>Menschen, die ihr tun im Leben als sinnlos erachten, sind häufig nicht glücklich. Selbst bei äußeren Erfolgen und materiellen Besitztümern kann sich das Leben unter Umständen sinnlos und leer anfühlen. Besonders wenn es Widerstände und Krisen zu überwinden gibt, kann es die Menschen schnell zum Aufgeben (bis hin zu lebensmüden Gedanken) verleiten, wenn Ihnen ein Grund fehlt, warum sie diese überwinden sollten. Um es mit den Worten von Friedrich Nietzsche zu sagen: &#8222;Wer ein warum zum Leben hat, erträgt fast jedes wie&#8220;.</p>



<p>Mir begegnen immer wieder Menschen, die trotz äußerer Erfolge nicht glücklich sind und an depressiven Verstimmungen leiden. Dies kann natürlich die unterschiedlichsten Ursachen haben, eine davon kann ein fehlender Sinn und das Gefühl, im Leben nichts zu bewirken, sein. Natürlich können auch depressive Verstimmungen zum Gefühl von Sinnlosigkeit führen. Manchen Menschen gelingt es auch nicht aufgrund von unterbewusst wirkenden Kindheitserfahrungen und Glaubenssätzen, die für sie sinnvoll erscheinenden Lebensbedingungen (bspw. Partner, Familie, Freundschaften oder einen erfüllenden Beruf) aufzubauen oder Beziehungen aufrecht zu erhalten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kannst du mehr Sinn in dein Leben bringen?</h2>



<p>Um mehr Sinn im Leben zu empfinden, ist es erst einmal wichtig herauszufinden, was einem selbst sinnvoll erscheint. Gerade in der heutigen Zeit, wo es ein Überangebot an Möglichkeiten gibt, kann es unter Umständen schwerer sein, die passende Richtung für sein Leben zu finden.</p>



<p>Dabei kann es hilfreich sein, sich den eigenen Werten und Stärken bewusst zu werden. Sich beispielsweise zu fragen, an welchen Aktivitäten man wirklich Freude hat oder daran aufzubauen, was einem im Leben wichtig ist. Will man beispielsweise unbedingt eine Familie und Kinder und hält es für das höchste Gut sein Wissen und seine Einstellungen an die nächste Generation weiterzugeben, kann es unter Umständen in Ordnung sein, wenn der Beruf ausschließlich dem Geldverdienen dient. </p>



<p>Den eigenen Werten zu folgen, kann ein tiefes Gefühl der Befriedigung geben. Nicht jede Tätigkeit im Beruf macht immer Spaß, du kannst einen schlechten Tag haben, müde sein oder etwas Unangenehmes erledigen müssen. Wenn du jedoch das Gefühl hast, wirklich etwas zu bewirken mit dem was du tust und es einem Wert von dir folgt (wie z.B. andere zu inspirieren oder zu helfen), kannst du trotzdem ein erfülltes Leben haben. Es muss nicht zwangsläufig darum gehen in jedem Moment möglichst glücklich zu sein und Spaß zu haben. Es gibt immer Widrigkeiten im Leben, Verluste und Rückschläge. Wenn du weiß wofür du etwas tust, kann es das Wert sein sich anzustrengen und Hindernisse zu überwinden.</p>



<p>Frage dich beispielsweise: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wie würdest du Leben, wenn Geld keine Rolle spielen würde?</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Wenn du für deinen Beruf kein Geld bekommen würdest, welche Tätigkeit würdest du dann gerne machen?</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Wenn du über dich selbst eine Rede halten müsstest, was würdest du gern über dich sagen?</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Welchen Einfluss willst du im Leben gehabt haben?</li></ul>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Setze dir Ziele und mach dich frei von äußeren Erwartungen!</h2>



<p>Du musst nicht sofort Antworten auf alle Fragen haben oder deinen tieferen Sinn im Leben kennen. Es reicht manchmal auch, eine Idee für die nächsten Jahre zu entwickeln, wo du gerne hinmöchtest. Viele Pläne entwickeln sich erst im Lauf der Zeit. In unterschiedlichen Lebensabschnitten können einem auch verschiedene Ziele sinnvoll erscheinen. Wichtig ist es jedoch, dass du Pläne hast, wohin du möchtest. Das Verfolgen von Zielen gibt Antrieb und einen Grund morgens aufzustehen. </p>



<p>Viele Lebensbedingungen lassen sich nicht über Nacht verändern. Aber gerade deshalb macht es Sinn diese mit seinen Werten abzugleichen. Wenn du beispielsweise in dem Beruf, in dem du unzufrieden bist, eine Beförderung wegen eines höheren Gehaltes anstrebst, wird dich dies wahrscheinlich nicht mehr erfüllen. Dir sollte klar sein, warum du mehr Gehalt haben möchtest und was mit der Beförderung vielleicht auch mit anderen Werten von dir übereinstimmt (wie bspw. mehr Freiheit oder mehr Einfluss). Sonst kannst du dich ziemlich schnell auf einem Lebensweg wiederfinden, der eigentlich nicht so wirklich gut zu deiner Persönlichkeit passt oder dich in Lebensbedingungen wiederfinden, in denen du dich eher gefangen fühlst.</p>



<p>Wichtig ist hierbei auch, dass du dir überlegst, was deine eigenen Werte und Vorstellungen sind. Verfolgst du Ziele nur aus gesellschaftlichem Druck oder um anderen zu gefallen, machen diese dich häufig nicht langfristig glücklich. Andere Menschen, die dich beeinflussen oder dir vielleicht auch Angst machen, sind häufig auch von eigenen Interessen, Prägungen und Ängsten geleitet oder führen selbst kein Leben nach ihren Werten und Vorstellungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Suche dir bei Bedarf Unterstützung!</h2>



<p>Vielleicht hast du noch keine Idee, was gut zu dir passt oder sinnvolle Ziele sein können. Oder du weißt bereits, wie du gerne Leben willst und dir stehen eigene Ängste und Glaubenssätze im Weg. Dabei kann es sinnvoll sein, dir Unterstützung zu suchen und einen Berater, Coach oder Therapeuten aufzusuchen oder entsprechende Bücher zu dem Thema zu lesen. Manchmal reicht es auch mit Menschen zu sprechen, die da sind, wo du gerne wärst oder die dich allgemein unterstützen.</p>



<p>Die Suche nach Sinn, Zielen und Werten kann sich auf jeden Fall lohnen und dir langfristig mehr Lebensqualität bringen.</p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Wie du Einsamkeit überwindest und dein soziales Netz erweiterst</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/wie-du-einsamkeit-ueberwindest-und-dein-soziales-netz-erweiterst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2020 12:20:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[kontakte aufbauen]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Ängste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt eine Vielzahl von Gründen sich einsam zu fühlen. Vielleicht hast du den Ort gewechselt und bist in einer neuen Stadt oder gar Land. Vielleicht haben sich Lebensbedingungen in deinem Freundeskreis verändert, so dass es weniger Kontakt zu den bestehenden Freunden gibt. Oder du kommst gerade aus einer Beziehung und hast deutlich mehr Zeit [&#8230;]</p>
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<p>Es gibt eine Vielzahl von Gründen sich einsam zu fühlen. Vielleicht hast du den Ort gewechselt und bist in einer neuen Stadt oder gar Land. Vielleicht haben sich Lebensbedingungen in deinem Freundeskreis verändert, so dass es weniger Kontakt zu den bestehenden Freunden gibt. Oder du kommst gerade aus einer Beziehung und hast deutlich mehr Zeit zu füllen als vorher. Auch die aktuelle Corona Situation wird vielen Menschen zusetzen, da sie weniger in ihrem Alltag eingebunden sind. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum soziale Kontakte wichtig für uns sind</h2>



<p>Menschen sind soziale Wesen, was schon tief in unseren Genen verankert ist. Früher hat der Mensch in Kleingruppen gelebt, ein Ausschluss aus der sozialen Gruppe war gleichbedeutend mit dem Tod. Ausschluss aus der Gruppe oder wenig Einbindung kann daher starke negative Gefühle in uns auslösen. Auch das Bedürfnis nach Bindung und Zuwendung ist stark in uns verankert. So zeigen Studien, dass Säuglinge abnehmen und sich zurückziehen, wenn sie nur Versorgung aber keine Zuwendung erhalten. Soziale Kontakte und das Gefühl von Bindung sind daher wichtig für unser psychisches Gleichgewicht. Ein Mangel an Bindungen und Einbindung kann zu depressiven Verstimmungen oder der Entwicklung anderer psychischer Symptome führen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie du mehr Einbindung erreichen kannst</h2>



<p>Manchen Menschen fällt es schwerer mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Dies hängt sicherlich auch mit unserem Charakter und Persönlichkeitseigenschaften zusammen. So treten extrovertierte Menschen beispielsweise häufig schneller mit anderen Menschen in Kontakt. Introvertierten kann es dagegen schwerer fallen auf fremde Menschen zuzugehen. Auch soziale Ängste und eine ausgeprägte Schüchternheit können natürlich in beiden Fällen eine Kontaktaufnahme erschweren. Nicht jedem fällt es leicht mit fremden Menschen ein Gespräch zu beginnen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufnahme neuer Aktivitäten kann helfen</h3>



<p>Vielen Menschen fällt es daher leichter erst einmal mit ihrem Umfeld über eine Aktivität in Kontakt zu treten und langsam Vertrauen aufzubauen. </p>



<p>Dabei kann es hilfreich sein eine Aktivität, wie beispielsweise Sport oder ein ehrenamtliches Engagement zu beginnen, was möglichst gut der Persönlichkeit und Interessen entspricht. Dabei werden sich am ehesten ähnlich strukturierte Menschen finden oder zumindest Interessen übereinstimmen. Zudem ermöglicht es am Anfang über die Aktivität zu sprechen und locker in Kontakt zu treten. Natürlich kann es am Anfang auch aufgrund von Ängsten schwer sein, überhaupt zu der Aktivität hinzugehen und sich zu überwinden. Die Angst ist dabei normal und sollte dich nicht abschrecken. Vielen anderen wird es ähnlich gehen wie dir.</p>



<p>Auch gibt es heutzutage eine Vielzahl an Möglichkeiten, Online mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Vielleicht kannst du dich auch in einem Forum engagieren oder einer Facebook Gruppe mit gemeinsamen Aktivitäten beitreten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bestehende Kontakte intensivieren</h3>



<p>Eine weitere Möglichkeit ist zu überlegen, mit welchen bereits bekannten Menschen, du gern engeren Kontakt hättest. Auch hier kann es sich lohnen Ängste zu überwinden und die Person einfach mal nach einem Treffen zu fragen. Vielleicht geht es ihr genauso und sie traut sich auch nicht dich zu fragen. </p>



<p>Ein wichtiger Leitspruch im Zusammenhang mit Ängsten ist: <strong>Vermeidung hält die Angst aufrecht</strong>. Je isolierter du lebst, desto schwerer können dir die ersten Schritte fallen. Das ist ganz normal, wird aber in der Regel besser, sobald du weniger vermeidest und dich mehr Situationen stellst in denen du Schwierigkeiten hast.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bei schwereren Problemen psychologische oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen</h3>



<p>Wenn du dich sehr einsam fühlst und bereits unter psychischen Folgeerscheinungen wie Ängsten, Traurigkeit und Antriebslosigkeit leidest, kann auch professionelle Hilfe eine Möglichkeit darstellen. Dabei kann ein Psychologe oder Psychotherapeut noch einmal genauer mit dir die Ursache deiner Probleme erkunden und mögliche Lösungswege aufzeigen. Vielen Menschen fällt der Gang zum Psychologen oder Psychotherapeuten schwer, da dieser ebenfalls mit Ängsten und nicht selten Scham verbunden ist. Dabei ist es nichts ungewöhnliches in schwierigen Lebenslagen oder unter Lebensveränderungen psychische Symptome zu entwickeln. Das frühe Aufsuchen von Hilfe kann einer Verschlimmerung von Symptomen vorbeugen. </p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Warum du dem Leben vertrauen solltest!</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/warum-du-dem-leben-vertrauen-solltest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im heutigen Artikel beschreibe ich, warum Urvertrauen beziehungsweise das Vertrauen in das Leben eine wichtige Fähigkeit ist, die dein Leben bereichert. Lies dazu gerne auch den Artikel “Du siehst die Welt durch (d)eine Brille“, wo es um die Bedeutung eigener Annahmen für deine Wahrnehmung geht.&#160; Was ist mit dem Vertrauen in das Leben oder dem [&#8230;]</p>
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<p>Im heutigen Artikel beschreibe ich, warum Urvertrauen beziehungsweise das Vertrauen in das Leben eine wichtige Fähigkeit ist, die dein Leben bereichert. Lies dazu gerne auch den Artikel “Du siehst die Welt durch (d)eine Brille“, wo es um die Bedeutung eigener Annahmen für deine Wahrnehmung geht.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist mit dem Vertrauen in das Leben oder dem Begriff Urvertrauen gemeint?</h3>



<p>Ich verbinde mit dem Begriff (Ur-)Vertrauen das Gefühl, das Ereignisse und Beziehungen sich zum Guten wenden. Viele Menschen werden vielleicht auch eine intuitive Vorstellung des Begriffs haben, auch unabhängig davon welche spirituelle Glaubensrichtung jemand hat.&nbsp;Der Begriff des Vertrauens findet dabei in verschiedenen spirituellen und religiösen Konzepten Anwendung. Hier bei ist häufig ein Vertrauen in einen höheren Plan oder einen tieferen Sinnzusammenhang gemeint (wie beispielsweise Karma, Schicksal, Gottes Plan etc.).</p>



<p>Aus psychologischer Sicht ist mit dem Begriff Urvertrauen meist das Vertrauen in sich selbst, in andere und in die Sinnhaftigkeit des Lebens allgemein gemeint. Dabei wird vor allem davon ausgegangen, dass sich Urvertrauen in den Beziehungen zu den primären Bindungspersonen (in der Regel den Eltern) entwickelt. Das Kind macht die Erfahrung, dass andere Menschen verlässlich und gleichbleibend für es da sind und es in seinen Bedürfnissen ernstgenommen und gespiegelt wird, wodurch sich Vertrauen ausbildet. Wenn Kinder jetzt aber beispielsweise die Erfahrung machen, dass die Eltern unberechenbar und verletzend sind, kann das Vertrauen in sich selbst, andere und das Leben grundlegend erschüttert werden.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum ist ein Mangel an (Ur-)Vertrauen relevant?</h3>



<p>Wird ein Kind grundsätzlich in seinem Vertrauen erschüttert, weil die Bezugspersonen sich beispielsweise nicht verlässlich verhalten, kann dies später im Erwachsenenalter wieder selbst zu Beziehungs- und Bindungsproblemen führen.&nbsp;</p>



<p>So wird ein Erwachsener ohne oder mit wenig Urvertrauen eher denken, dass sich beispielsweise der Partner oder andere Bezugspersonen von ihm abwenden. Dies führt dann möglicherweise zu besonders schwierigen Verhaltensweisen wie anklammerndem Verhalten, was dann wiederum die Beziehung schädigen kann. Oft reinszenieren (wiederholen) die Betroffenen ihre Glaubenssätze und stellen so die befürchtete Realität her.&nbsp;</p>



<p>Menschen ohne Urvertrauen fehlt zudem auch meist das Vertrauen in sich selbst oder die Sinnhaftigkeit des Lebens generell, wodurch wichtige Bewältigungsmechanismen fehlen können. &nbsp;Langfristig kann es durch die Probleme mit dem Selbstwert und Beziehungsschwierigkeiten auch zur Entwicklung von psychischen Problemen kommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stärke das Vertrauen in dein Leben&nbsp;</h3>



<p>Wie beschrieben kann ein Mangel an Vertrauen zu allen möglichen Schwierigkeiten und Wiederholung von Konflikten führen. Deshalb kann es sich auch als Erwachsener lohnen seine Beziehungsfähigkeit und das Vertrauen in sich selbst und das Leben zu verbessern. Natürlich ist dies nicht immer einfach, da es ja für dich innenpsychisch gute Gründe gibt, warum du dich so fühlst. Dennoch müssen deine Annahmen der Welt nicht stimmen, da sie häufig auf Beziehungspersonen beruhen, die vielleicht selbst emotionale Schwierigkeiten hatten. Dies sagt nicht zwangsläufig etwas über das Verhalten andere Menschen und Beziehungspersonen aus.&nbsp;</p>



<p>Bei stärkeren Problemen und psychischen Symptomen ist auch das Aufsuchen eines Psychotherapeuten sinnvoll, weil du hier auch eine korrigierende Beziehungserfahrung machen kannst. Aber auch die eigenständige Arbeit an sich selbst, wie bspw. durch Selbsthilfebücher, Meditation, Achtsamkeit oder die Überprüfung von Glaubenssätzen und Etablierung neuer Fähigkeiten und Hobbies können sehr hilfreich sein. Vertrauen kann auch wieder durch entsprechende Erfahrungen aufgebaut werden. Zudem ist die Arbeit an der Beziehung zu sich selbst aufjedenfall lohnenswert (siehe auch den Artikel “Warum du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist“).</p>



<p>Insgesamt lohnt es sich mehr Vertrauen ins eigene Leben zu entwickeln. So oder so wirst du dich besser fühlen, wenn du vom Positiven ausgehst und an eine gute Entwicklung der Dinge glaubst. Zudem verhälst du dich in der Regel gemäß deiner Annahmen und ziehst die entsprechenden Resultate in dein Leben.</p>
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		<title>Du siehst die Welt durch (d)eine Brille!</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/du-siehst-die-welt-durch-deine-brille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:48:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Projektion]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Leute denken, dass ihre Wahrnehmung der Umwelt und von anderen Menschen der Realität entsprich. Natürlich, da wir alle in unserem Kopf leben, halten wir unsere Gedanken und Meinungen in der Regel für die Richtigen. Was aber, wenn ich dir jetzt sagen würde, dass eigentlich alles was du wahrnimmst, durch deine Vorerfahrungen, Ängste, Einstellungen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die meisten Leute denken, dass ihre Wahrnehmung der Umwelt und von anderen Menschen der Realität entsprich. Natürlich, da wir alle in unserem Kopf leben, halten wir unsere Gedanken und Meinungen in der Regel für die Richtigen. Was aber, wenn ich dir jetzt sagen würde, dass eigentlich alles was du wahrnimmst, durch deine Vorerfahrungen, Ängste, Einstellungen etc. beeinflusst wird? Das es nicht die eine objektive Realität gibt? Teilweise projizieren wir Einstellungen und Annahmen auf andere Menschen, die diese möglicherweise nicht haben und erzählen uns selbst eine Geschichte oder füllen fehlende Informationen mit unseren Erfahrungen.&nbsp;</p>



<p>Falls du dich noch nie mit diesem Gedanken beschäftigt hast, klingt er wahrscheinlich zunächst fremd für dich. Wir können uns dies anhand eines Beispiels vor Augen führen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beispiel</h3>



<p>Nehmen wir an, wir haben eine Seminargruppe mit verschiedenen Teilnehmern. Der Seminarleiter sucht einen Freiwilligen für eine Präsentation und Max meldet sich (ein 22-jähriger, trainiert- und sportlich wirkender Mann).&nbsp;</p>



<p>Yvonne (23 Jahre, leicht übergewichtig) denkt vielleicht: ‚oh man, der hat so ein Selbstbewusstsein, so ein Mann wird sich nie für mich interessieren‘ und fühlt sich in Folge schlecht und minderwertig.&nbsp;</p>



<p>Georg (50 Jahre, leicht grau melierte Haare, sportliche Figur) denkt sich: ‚Mensch, in dem Alter hätte ich mich das nicht getraut, wirklich bewundernswert‘. Das motiviert ihn und er nimmt sich vor sich zu dem nächsten Vortrag auch zu melden. Auch er denkt, dass Max ein großes Selbstbewusstsein hat.&nbsp;</p>



<p>Johannes (40 Jahre, ebenfalls sportlich, Manager) denkt sich: ‚was für ein kleines Würstchen, der meldet sich jetzt nur, um sich hervorzutun und seine Unsicherheit zu kaschieren. Den lass ich richtig Auflaufen, für wen hält der sich.‘ Johannes fühlt sich verärgert.</p>



<p>Und dann gibt es noch Lisa (25 Jahre, mit Max befreundet und sie sind zusammen beim Seminar). Lisa denkt sich, ‚oh man, dass überrascht mich jetzt, schön das Max seine Ängste überwindet‘ und ist stolz auf Max. Lisa fühlt sich gut und zufrieden.</p>



<p>Max hat in Wahrheit große Angst Präsentationen zu halten, da er in der Schule immer aufgrund von Übergewicht gehänselt wurde. Er hat vor zwei Jahren angefangen abzunehmen und zu trainieren und hat in seiner Psychotherapie Wege erarbeitet, mit seinen sozialen Ängsten umzugehen. Deswegen meldet er sich, obwohl er Angst hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Deine Vorerfahrungen und Einstellungen prägen deine Sicht</h3>



<p>Man könnte noch zahlreiche andere Seminarteilnehmer aufzählen und jeder hätte andere Gedanken zur der identischen Situation. Du erfasst nie die komplette Realität, sondern sie ist durch deine Erfahrungen und Annahmen geprägt. Vielleicht würden viele Menschen ebenfalls Max großes Selbstbewusstsein attestieren, da er jung und sportlich ist, und man das typischerweise mit Selbstbewusstsein verbindet. Ob du dich dann damit gut oder schlecht fühlst, hängt im Folgenden von deiner Attribution ab. Was bedeutet das für dich, dass Max vermeintlich Selbstbewusstsein hat: fühlst du dich dadurch eingeschüchtert, imponiert es dir, löst es Neid, Scham oder Missgunst aus? Selbst wenn man die Situation auflösen und den Teilnehmern mitteilen würde, dass Max in Wahrheit unsicher ist und sich deshalb so verhält, hätten sie die unterschiedliche Gedanken und Gefühle dazu.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Deine Wahrnehmung der Realität gibt Rückschlüsse auf dein Innenleben</h3>



<p>Wie du die Realität siehst, gibt am Ende mehr Rückschlüsse darauf, wie es dir geht und was in dir vorgeht. Wenn du aus dem Seminar nach Hause kommst und erzählst: „Mensch, da war so ein attraktiver junger trainierter Typ, der hat sich freiwillig gemeldet. Ja klar, die Welt ist unfair, schöne Menschen haben natürlich auch noch mega das Selbstbewusstsein und können sich verkaufen. Ich selbst bekomme das nie hin und habe immer nur Pech. Zum Sport kann ich mich jetzt auch nicht mehr aufraffen. Gegen so jemanden komme ich nicht an. Vielleicht bin ich eh falsch in dem Seminar. Der Leiter hat sich auch so extrem gefreut. Ich finde auch, dass er Max bevorzugt. Vielleicht weil er ein Mann ist.“</p>



<p>Wenn ich deinen Ausführungen folge, weiß ich im Endeffekt eigentlich nur sehr wenig über die reale Situation, aber ich habe in der Regel ganz viel über deine Themen gelernt. Das können Themen wie Fairness, Benachteiligung, eigene Minderwertigkeit, Neid und Unzufriedenheit mit dir selbst sein. Warum Max sich in Wirklichkeit so Verhalten hat und warum der Seminarleiter sich darüber freut (möglicherweise weiß er um Max’s Ängste), kann ich den Schilderungen nicht entnehmen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eigene Themen an Projektionen erkennen</h3>



<p>Das heißt, dass du auch an deiner Wahrnehmung der Welt erkennen kannst, bei welchen Themen du genauer hinschauen solltest. Möglicherweise fällt dir bei dir selbst auf, dass du Situationen häufig auf eine bestimmte Art und Weise wahrnimmst (beispielsweise, dass andere dich unsympathisch finden oder mehr Selbstbewusstsein haben als du). Was wäre, wenn deine Wahrnehmung vielleicht gar nicht der Wahrheit entspräche, sondern nur deine Gedanken zu dir selbst widerspiegelten? Könnte es auch andere Erklärungsansätze geben. Würde ein anderer dieselbe Situation vielleicht anders beurteilen?</p>



<p>An bestimmten sich wiederholenden Mustern kannst du auch gut sehen, was deine Themen sind und woran du noch arbeiten kannst. Insbesondere, falls du dich mit deiner Wahrnehmung der Realität häufig schlecht fühlst und es meist negative Gefühle in dir auslöst. Es kann sich durchaus lohnen, die eigene Realität einmal völlig in Frage zu stellen und wie ein Kind, ohne entsprechende (meist negative) Vorerfahrungen, die Situation zu begreifen versuchen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Deine Annahmen beeinflussen deine Realität</h3>



<p>Was zusätzlich problematisch sein kann, ist nicht nur, dass du die Welt so siehst, dass du dich tendenziell schlecht fühlst, sondern dass deine Wahrnehmung der Welt natürlich auch dein Verhalten stark beeinflusst. Wenn du beispielsweise Verhalten anderer Menschen eher feindselig deutest, kann es sein, dass du dich ebenfalls feindselig verhältst. Das wiederum kann in dem anderen eine abweisende Reaktion hervorrufen und schon führt es einen in einen Teufelskreislauf. In letzter Konsequenz bestätigen sich dann deine Annahmen, jedoch nicht, weil sie ursprünglich richtig waren, sondern weil sich aufgrund deiner Annahmen die Situation so entwickelt hat (Stichwort: Selbsterfüllende Prophezeiung).</p>



<p>Manche Menschen sind regelrecht in diesen Teufelskreisläufen gefangen ohne dies zu erkennen. Was natürlich nicht heißt, dass es in jedem Fall so ist und die Grundannahmen immer falsch sind. Allerdings kann selbst in einem Beispiel, in dem der andere mir potentiell eher negativ gesinnt war, eine positive Grundannahme zu dir ja auch dazu führen, dass du dich locker und witzig verhältst und auch positive Gefühle im anderen hervorrufst. Auf jeden Fall wirst du dich wahrscheinlich mit einer wohlwollenderen Wahrnehmung besser fühlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Es gibt keine objektive Realität, sondern verschiedene Menschen, nehmen Situationen auf unterschiedliche Arten wahr und fokussieren sich auf voneinander abweichende Aspekte. Dies hängt stark mit unseren Vorerfahrungen und Annahmen von uns selbst zusammen. Im Verlauf beeinflussen deine Annahmen dann auch häufig dein Verhalten und die Entwicklung der Situation. Es lohnt sich, die eigene Realität zu hinterfragen.</p>



<p></p>



<p><em>Bild von Christian Hirsch</em></p>
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		<title>Der bunte Fisch – ein Gleichnis über das Anderssein</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/der-bunte-fisch-ein-gleichnis-ueber-das-anderssein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:47:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Anderssein]]></category>
		<category><![CDATA[Individualität]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren begleitet mich ein kleines Gleichnis über das Anderssein, was ich stets sehr inspirierend und bereichernd empfand. Manche Menschen kennen sicherlich auch das Gefühl, dass sie nirgends so richtig reinpassen oder das andere Menschen häufig nur Teilaspekte ihrer Persönlichkeit ansprechen. Vielleicht ist der ein oder andere deswegen auch verunsichert oder hat das Gefühl, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit einigen Jahren begleitet mich ein kleines Gleichnis über das Anderssein, was ich stets sehr inspirierend und bereichernd empfand. Manche Menschen kennen sicherlich auch das Gefühl, dass sie nirgends so richtig reinpassen oder das andere Menschen häufig nur Teilaspekte ihrer Persönlichkeit ansprechen. Vielleicht ist der ein oder andere deswegen auch verunsichert oder hat das Gefühl, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Meiner Erfahrung nach ist das jedoch nicht so. Ich habe viele besonders vielseitige, kreative und nicht selten sehr intelligente Menschen kennengelernt, denen es schwerer fällt ihren Platz in der Welt zu finden. Ich vergleiche diese Art Menschen häufig mit einem Gleichnis über bunte Fische.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Gleichnis der bunten Fische</h3>



<p>Jetzt stelle dir vor, es gibt Fische mit verschiedenen Schuppenfarben. Es gibt die überwiegend roten, die blauen, die grünen, die silbernen, … Fische. Die meisten Fische suchen sich andere Fische die Ihnen ähnlich sind und bewegen sich dann in den entsprechenden Schwärmen.&nbsp;</p>



<p>Meist sind die Fische nicht ganz einfarbig, sondern ein überwiegend roter Fisch, kann auch einzelne blaue oder grüne Schuppen haben. Dieser ist jedoch insgesamt ein roter Fisch und fühlt sich mit den anderen überwiegend roten Fischen gut, da sie ein ähnlicher Grundtyp sind. Auch wenn sie sich teils in einigen Eigenschaften (=Schuppenfarben) auch stark unterscheiden können. Natürlich ist auch jeder rote Fisch individuell.&nbsp;</p>



<p>Das selbe Szenario ergibt sich bei den blauen Fischen. Viele Fische sind überwiegend blau und haben nur einzelne Schuppen in anderen Farben, also bewegen sie sich überwiegend in dem Schwarm der blauen Fische, weil sie dort gut reinpassen. Analog gilt das für die anderen Farben.</p>



<p>Jetzt nehmen wir allerdings an, ein Fisch hat sehr viele verschiedene Schuppenfarben, sodass eine primäre Farbe nicht mehr identifizierbar ist, er insgesamt also bunt erscheint. Er kann jetzt also in dem Schwarm der roten oder blauen Fische mitschwimmen, und wird auch Eigenschaften mit diesen gemeinsam haben, schließlich hat er auch rote und blaue Schuppen. Dennoch ist er kein roter oder blauer Fisch und wird immer etwas mehr herausstechen oder mehr Diskrepanzen mit den anderen haben.</p>



<p>Jetzt könnte man denken der bunte Fisch tut sich mit den anderen bunten Fischen zusammen und bildet einfach einen bunten Schwarm. Das tun auch manche bunte Fische. Allerdings kann es hier unter Umständen schwierig sein, andere bunte Fische mit einer hohen Passung zu finden. Ein anderer bunter Fisch kann auch ganz anders bunt sein. Während du beispielsweise überwiegend rot, gelb und blau bist, kann der andere Fisch überwiegend silber, grün und violett sein. Es kann also unter Umständen auch eine Weile dauern, die passenden bunten Fische zu finden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Bedeutung des Andersseins</h3>



<p>Was will ich mit dem Gleichnis sagen? Im Prinzip will ich sagen, dass es als bunter Fisch manchmal schwierig sein kann, die richtigen anderen Fische zu finden, was den Fisch unter Umständen bis dahin frustriert. Das liegt aber nicht daran, dass mit ihm fundamental etwas nicht stimmt, sondern dass er ein besonders vielseitiger (=bunter) Fisch ist. Bunte Fische werden in der Regel auch in anderen Schwärmen gerne gesehen, da sie Farbe reinbringen, was von anderen Fischen häufig als interessant wahrgenommen wird.</p>



<p>Wenn wir das jetzt auf die Menschen übertragen, verhält es sich ähnlich. Ich habe in meinem Leben häufig erlebt, dass insbesondere besonders vielseitige Menschen Schwierigkeiten haben, anzukommen. Teilweise verurteilen sie sich dafür, ein bunter Fisch zu sein und versuchen sich anzupassen (siehe auch den Artikel:&nbsp;<a href="https://nadine-heussner.de/warum-du-der-wichtigste-mensch-in-deinem-leben-bist/">Warum du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist</a>). Dennoch fühlt es sich für sie dann meist nicht richtig an, schließlich sind sie als bunter Fisch geboren.&nbsp;</p>



<p>Meist ändert sich die Situation erst dann, wenn der bunte Fisch seine Buntheit bzw. sein Anderssein akzeptiert und auch die Vorteile dessen erkennt. Schließlich ist es auch eine Stärke ein bunter Fisch zu sein. Der rote Fisch wird sich im Prinzip nur mit anderen roten Fischen wohlfühlen, wohingegen der bunte Fisch sich überall zurechtfindet. Zudem kann er sich häufig neu erfinden und den Schwarm mal wieder wechseln. Da bunte Fische sehr vielseitig sind, finden sie für alle Arten von Problemen meist auch innovative Lösungen. Und früher oder später im Leben begegnen sie anderen bunten Fischen, wovon der eine oder andere auch größere Parallelen aufweisen wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Du kannst es nicht ändern, ein bunter Fisch zu sein. Unnötige Anpassung und das Einfügen in einen Schwarm wird dich als bunten Fisch in der Regel nicht glücklich machen. Häufig wirst du es nur als Zwangskorsett erleben. Auch wenn es zunächst Angst macht. Deshalb empfehle ich dir: Lebe deine Buntheit und ziehe andere bunte Fische in dein Leben. Denn glaub mir, es gibt einige bunte Fische da draußen, denen es ganz ähnlich geht wie dir!</p>
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		<title>Wie du Entscheidungen fällst und auf dein Bauchgefühl hörst!</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/wie-du-entscheidungen-faellst-und-auf-dein-bauchgefuehl-hoerst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bauchgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ich nicht entscheiden zu können, kann quälend sein. Glaubt mir, ich spreche da aus einiger Erfahrung. Mir ging es in meinem Leben oft so, dass ich ambivalent war und mich zwischen mehreren Optionen nicht entscheiden konnte. Ein Stück weit ist es sicherlich auch ein gesellschaftliches Phänomen, da man heute mehr Wahlmöglichkeiten als jemals zuvor hat. [&#8230;]</p>
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<p>ich nicht entscheiden zu können, kann quälend sein. Glaubt mir, ich spreche da aus einiger Erfahrung. Mir ging es in meinem Leben oft so, dass ich ambivalent war und mich zwischen mehreren Optionen nicht entscheiden konnte. Ein Stück weit ist es sicherlich auch ein gesellschaftliches Phänomen, da man heute mehr Wahlmöglichkeiten als jemals zuvor hat.</p>



<p>Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass die quälendsten Entscheidungen die waren, wo mein Kopf und mein Bauchgefühl in Widerspruch zueinander standen. Eigentlich wusste ich schon was ich wollte, hatte aber Angst das durchzusetzen, weil es vielleicht mit Widerständen oder Aufwand verbunden war. Manchmal auch, weil ich gar nicht begründen konnte, woher mein Gefühl kam. Wie viele andere auch, hatte ich Angst Fehler zu machen oder wollte, dass meine Entscheidung besonders durchdacht waren. Gerade Anfang meiner Zwanziger ging es mir oft so. Ich hatte damals häufig noch den Impuls mich beweisen zu müssen, da ich noch nicht auf viel zurückblicken konnte. Zudem habe ich meiner Lebenserfahrung weniger vertraut als heute.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entscheidungen fällen befreit</h2>



<p>Eine Entscheidung zu fällen, kann unheimlich befreiend sein. Die häufigste Sorge, warum sich Menschen mit manchen Entscheidungen schwer tun, ist vor allem die Angst vor “Fehlern”, die sie im Endeffekt bereuen. Meiner Erfahrung nach ist das aber nur selten der Fall. Bei vielen Entscheidungen gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur zwei Wege, die zu unterschiedlichen Resultaten führen. Du weißt nicht, ob der andere Weg besser oder schlechter gewesen wäre. Es kann auch beruhigen, dir zu vergegenwärtigen, dass du viele Entscheidungen wieder rückgängig machen oder später wieder einen anderen Weg einschlagen kannst. Die wenigsten Entscheidungen sind so wichtig, dass du den Rest deines Lebens unglücklich wirst, wenn du dich “falsch” entscheidest.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Höre auf dein Bauchgefühl</h2>



<p>Aber wie fälle ich am besten Entscheidungen? Gerade in der rationalen Welt sind wir angehalten Entscheidungen gut abzuwägen und zu durchdenken, was ja auch sinnvoll ist. Pro-&amp;-Kontra-Listen können dabei beispielsweise helfen. Solche Strategien haben jedoch oft ihre Grenzen, insbesondere wenn Entscheidungen zwar gleich viele, jedoch sehr unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Dann geht es im Endeffekt nur darum, was du dir eigentlich wünscht oder wie du leben willst. Beispielsweise kann das Stadtleben ganz andere Vorzüge als das Landleben haben.&nbsp;</p>



<p>Ich bin in meinem Leben tatsächlich immer gut damit gefahren, meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Obwohl ich mich auch oft dagegen entschieden habe und die vermeintlich “sicherere” oder “rationalere” Entscheidung gefällt habe. Oft waren das jedoch dann Entscheidungen, wo ich Jahre später immer noch merke, dass ich mich mit diesen nicht richtig wohl fühle und jetzt noch über eine Veränderung nachdenke.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Trick fürs Unterbewusstsein</h2>



<p>Das Problem dabei ist, dass vielen Menschen, inklusive mir, nicht immer ganz bewusst ist, was das Bauchgefühl sagt. Manchmal will man es natürlich auch einfach nicht wahrhaben, da mit der Bauchentscheidung erst einmal auch negative Konsequenzen oder Ängste verbunden sind. Es kann auch für einige Menschen schwierig sein, überhaupt ihrem eigenen Gefühl zu vertrauen, wenn beispielsweise viel “Gegenwind” aus dem nahen Umfeld kommt. Das alles kann natürlich unheimlich verwirren, so dass du unsicher in deinen Entscheidungen wirst oder nicht mehr weißt, was dein Gefühl eigentlich sagt.</p>



<p>Ich habe mir über die Jahre einen kleinen Trick angewöhnt, wenn ich mich einfach nicht entscheiden kann oder denke, dass ich beide Entscheidungen genau gleich viel präferiere. Ich nehme mir eine Münze und werfe sie, mit dem Vorsatz mich an das Ergebnis zu halten. Bevorzuge ich wirklich beide Optionen gleich stark, und das Ergebnis löst ein neutrales Gefühl in mir aus, dann ist es egal und ich mache einfach was die Münze mir sagt. In der Regel passiert aber Folgendes beim Münzwurf: Ich merke, dass ich mich entweder über das Ergebnis freue oder enttäuscht bin, ich also sehr wohl ein Gefühl hatte. Bin ich enttäuscht vom Ergebnis, mache ich das andere und höre auf mein Gefühl.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Handeln trotz Ängsten</h2>



<p>Natürlich solltest du wichtige Entscheidungen nicht überstürzen, jedoch auch nicht unnötig hinauszögern. Der Zustand der Ambivalenz ist in der Regel quälender und bestehende Probleme und Unsicherheiten verschlimmern sich oft, je länger du wartest. Vermeidung hält die Angst aufrecht. Zudem kann es ein gutes Gefühl sein sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen. Hab Vertrauen in dich selbst.</p>



<p></p>



<p><em>Bild von Christian Hirsch</em></p>
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		<title>Jobbedingter Monotonie durch kreativen Ausgleich entfliehen</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/jobbedingter-monotonie-durch-kreativen-ausgleich-entfliehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:44:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Monotonie entfliehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gefühl etwas Neues zu erschaffen, das zugleich originell und nützlich ist, kann sehr befriedigend sein. Zudem hilft es, uns im Gleichgewicht zu halten. Oft ist unser Alltag bereits sehr durchstrukturiert. Eigenes Denken wird an vielen Stellen nicht mehr gefordert und gefördert. Sicherlich kann man sich in manchen Jobs noch kreativ austoben, aber auch hier [&#8230;]</p>
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<p>Das Gefühl etwas Neues zu erschaffen, das zugleich originell und nützlich ist, kann sehr befriedigend sein. Zudem hilft es, uns im Gleichgewicht zu halten. Oft ist unser Alltag bereits sehr durchstrukturiert. Eigenes Denken wird an vielen Stellen nicht mehr gefordert und gefördert. Sicherlich kann man sich in manchen Jobs noch kreativ austoben, aber auch hier handelt es sich häufig um ein geistiges oder digitales Produkt (Verkaufszahlen, Behandlungserfolge etc.). Zudem ist es heutzutage gängig, dass man nur noch Teile der Arbeitstätigkeit verrichtet (wie beispielsweise Marketing, (Teil-) Produktion). Dadurch geht vielen der Bezug zu ihrer Arbeit und zum Produkt ein Stück weit verloren.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Früher war man im Beruf häufig kreativer</h3>



<p>Früher waren die Berufe anders aufgebaut. Da hat man nicht nur einen Teilprozess gestaltet, sondern häufig noch alles selbst gemacht. Betrachtet man beispielsweise einen Schuster vor 200 Jahren mit seinem eigenen Laden. Er hat sich das Design für seine Schuhe überlegt, die Schuhe selbst angefertigt, selbst verkauft und beraten und erhielt ein direktes Feedback für sein eigenes Produkt und im Prinzip eine leistungsgerechte Bezahlung. Dies kann unheimlich befriedigend sein und ist ein hochgradig kreativer Prozess.</p>



<p>Heute haben nicht alle Menschen in ihren Berufen die Möglichkeit, diese Art von Befriedigung zu erfahren. Einigen Menschen erscheint daher ihr Arbeitsleben nicht so erfüllend, sondern teils monoton. Sie arbeiten hauptsächlich um Geld zu verdienen. Manche haben natürlich auch heute noch einen Beruf, in dem sie sich kreativ austoben können. Vielleicht kannst du an deiner aktuellen Jobsituation auch etwas ändern, um mehr Gestaltungsspielräume einzuführen. Oder denkst beispielsweise über eine Selbstständigkeit nach.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Alternative: Beginne ein neues Hobby</h3>



<p>Wenn du beruflich keine Perspektive hast, etwas zu verändern, wäre die Aufnahme eines kreativen Hobbys eine mögliche Option für dich. Vielleicht besuchst du einmal einen Handwerks- oder Nähkurs oder du beginnst zu malen. Oder du lernst, wie du dein Fahrrad selbst reparierst oder ein Möbelstück restaurierst. Die Befriedigung etwas von vorne bis hinten selbst durchdacht und umgesetzt zu haben, kann reiner Balsam für die Seele sein. Manchmal bekommt man auch gutes Feedback aus dem Bekanntenkreis. Zudem ist das Vorhandensein von Ressourcen (etwas das uns gut tut und inspiriert) etwas sehr wichtiges für seelisches Wohlbefinden. Und kann sogar bis zu einem gewissen Ausmaß Stressoren ausgleichen.&nbsp;</p>



<p>Ich persönlich beispielsweise liebe es zu nähen und zu malen. Ich kann mir auch vorstellen noch weitere kreative Hobbys wie handwerkliche Tätigkeiten auszuprobieren. Auch dieser Blog dient unter anderem meinem kreativen Ausleben und inspiriert mich jeden Tag. Mich befriedigt das sehr, selbst etwas zu erschaffen und gibt mir Ausgleich. Wenn man es dann noch beruflich ausleben kann, umso besser. Probiere ruhig mal einige Dinge aus und schau, was dir gefällt.&nbsp;</p>
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		<title>Warum du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist!</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/warum-du-der-wichtigste-mensch-in-deinem-leben-bist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:43:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit sich selbst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen gehen permanent Sozialbeziehungen ein und stecken deshalb viel Zeit, Energie und Arbeit in die Befriedigung von Bedürfnissen anderer. Betrachtet man das ganze biologisch, ist das nicht weiter verwunderlich. Für den Urzeitmenschen war der Ausschluss aus der sozialen Gruppe potentiell lebensbedrohlich. Auch heute noch sind wir soziale Wesen und sozialer Ausschluss löst in uns fast [&#8230;]</p>
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<p>Menschen gehen permanent Sozialbeziehungen ein und stecken deshalb viel Zeit, Energie und Arbeit in die Befriedigung von Bedürfnissen anderer. Betrachtet man das ganze biologisch, ist das nicht weiter verwunderlich. Für den Urzeitmenschen war der Ausschluss aus der sozialen Gruppe potentiell lebensbedrohlich. Auch heute noch sind wir soziale Wesen und sozialer Ausschluss löst in uns fast körperliche Schmerzen aus.&nbsp;</p>



<p>Im Prinzip ist die soziale Ausprägung und das Bedürfnis nach Bindung zu anderen Menschen etwas sehr Schönes. Was ich jedoch leider oft erlebe, ist, dass Menschen die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen stellen oder sehr hart mit sich umgehen. Häufige Gedanken sind beispielsweise, dass ich ohne den anderen nicht glücklich sein kann oder dass ich nur erfüllt bin, wenn ich die Liebe oder Zuneigung einer anderen Person gewonnen habe. Der Beziehung zu sich selbst wird dabei häufig nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt oder diese wird eher unreflektiert gelebt. Der Selbstumgang ist dabei von verschiedenen internalisierten Selbstannahmen (Sätze, die wir möglicherweise von anderen in unserer Kindheit gehört haben) oder Glaubenssätzen, die wir über uns haben, geprägt. Diese können mal mehr oder weniger hilfreich für uns sein.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gedankenexperiment</h3>



<p>Jetzt möchte ich jedoch zu einem kleinen Gedankenspiel am Beispiel Partnerschaft einladen. Insbesondere hier fällt vielen Menschen die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse und Grenzen schwer.&nbsp;</p>



<p>Nehmen wir an ich habe den passenden Partner mit 25 Jahren gefunden und wir bleiben ein Leben lang zusammen. Der Partner ist fünf Jahre älter als ich und hat vielleicht eine um sieben Jahre kürzere Lebenserwartung (sprich er stirbt zwölf Jahre vor mir). Wenn ich jetzt also das 80. Lebensjahr erreiche, ist der Partner verstorben, als ich 68 Jahre alt war. Das heißt, wir waren 43 Jahre zusammen. Dann habe ich also schon mal 37 Jahre ohne den Partner verbracht. Jetzt gehen wir davon aus, dass wir in den 43 Jahren durchgehend zusammen waren. Dann schlafe ich durchschnittlich sechs bis acht Stunden pro Nacht und ich und/oder mein Partner gehen acht bis zehn Stunden am Tag einer Beschäftigung nach. Meine Freizeit verbringe ich vielleicht nicht ausschließlich mit dem Partner, so dass man auf drei bis vier Stunden Austausch am Tag kommt, am Wochenende und im Urlaub auf etwas mehr.</p>



<p>Also selbst in einer gut funktionierenden, über Jahrzehnte bestehenden Partnerschaft verbringe ich den Großteil meines Tages und fast die Hälfte meines Lebens ohne den anderen. Selbst wenn man dann noch Freunde und Familie hinzunimmt, ändert sich das Bild nicht maßgeblich. Auch mit diesen verbringt man nur einen Teil der Wachzeit. Zudem können Bezugspersonen über die verschiedenen Lebensphasen wechseln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Beziehung zu dir ist zentral</h3>



<p>Was ist dann allerdings die gemeinsame Konstante in deinem Leben? Die Antwort ist ganz einfach: Du selbst. Mit dir selbst verbringst du 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Du nimmst dich in jede Situation vom Zähneputzen bis zur Präsentation an der Arbeit mit. Zudem ist es keine passive Beziehung. Menschen stehen in permanenten inneren Dialogen und Austausch mit sich selbst und besprechen nur einen Teil davon mit ihrer Umwelt.&nbsp;</p>



<p>Deswegen finde ich es häufig erstaunlich, dass der Beziehung zu anderen Menschen eine höhere Bedeutung beigemessen wird, als der Beziehung zu sich selbst. Schließlich verbringst du dein komplettes Leben mit dir und bist immer mit dir zusammen. Natürlich ist auch der Umgang mit dir selbst und wie es dir geht ein entscheidender Punkt dabei, was du anderen geben kannst und wie du mit ihnen umgehst. Denn die permanenten inneren Dialoge beeinflussen dein Wohlbefinden. Im Prinzip solltest du selbst dein bester Freund sein, dann hättest du immer jemanden dabei, der dir gut zuredet. Wohingegen andere Menschen nur manchmal so handeln, wie du dir das wünscht. Vielen Menschen ist nicht bewusst, was sie am Tag so alles, beispielsweise auch negatives, zu sich selbst sagen. Würden sie so mit einem Freund sprechen, hätten sie diesen wahrscheinlich nicht sehr lange.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Die Beziehung zu dir selbst, was deine Annahmen und Glaubenssätze sind, beeinflussen dein Wohlbefinden sehr stark. Du bist der Mensch, der immer mit dir zusammen ist und dich beeinflusst. Solltest du merken, dass du zu sehr in Beziehungen mit anderen verwickelt bist, kann es helfen, sich diese Erkenntnis noch einmal vor Augen zu führen. Manchmal erzielt man nachhaltigeren Erfolg, indem man nicht um die Zuneigung des anderen kämpft, sondern den Umgang mit sich selbst verbessert. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.</p>
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		<title>Das Leben als digitaler Nomade</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/das-leben-als-digitaler-nomade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Nomaden]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit jeher habe ich eine große Faszination für alternative Lebenskonzepte. Die Idee von Freiheit fernab von gesellschaftlichen Konventionen und Vorgaben sowie die Begegnung mit interessanten Menschen und Orten üben eine besondere Anziehung auf mich aus. Bei meinen Online-Recherchen bin ich vor kurzem auf den Blog einer Kollegin gestoßen, die psychologische Online-Beratung anbietet. Dabei ist mir [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit jeher habe ich eine große Faszination für alternative Lebenskonzepte. Die Idee von Freiheit fernab von gesellschaftlichen Konventionen und Vorgaben sowie die Begegnung mit interessanten Menschen und Orten üben eine besondere Anziehung auf mich aus. Bei meinen Online-Recherchen bin ich vor kurzem auf den Blog einer Kollegin gestoßen, die psychologische Online-Beratung anbietet. Dabei ist mir zum ersten Mal der Begriff der “digitalen Nomadin” untergekommen, der mich sofort fasziniert hat. Diese Frau, die den selben Beruf wie ich gelernt hat, reist durch die Welt und macht ihr Ding. Ich habe bis dato mit meinem Beruf immer eine starke Ortsgebundenheit assoziiert. Schließlich arbeite ich ja face to face mit Menschen. Nachdem ich auf dieses Phänomen gestoßen bin, habe ich dann unzählige Homepages und Blogs von digitalen Nomaden gefunden.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="http://inspiroo.de/wp-content/uploads/2020/07/zypern-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-142"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aber was ist eigentlich ein digitaler Nomade?</h3>



<p>Da der Begriff für mich ebenfalls neu war, möchte ich ihn hier einmal kurz erklären. Als digitalen Nomaden bezeichnet man jemanden, der ortsunabhängig oder an mehreren Standorten lebt, da er seine Arbeit hauptsächlich online verrichtet, was durch die neuen Technologien der letzten Jahrzehnte ermöglicht wird. Je nach Berufszweig braucht man nur sich selbst, eine gute Internetverbindung und einen Laptop. Die möglichen Berufsfelder sind vielfältig. Die Arbeit kann sich dabei vom klassischen Bloggen oder Journalismus bis zum Angebot aller möglichen Dienstleistung wie Marketing, Design oder auch online Beratung erstrecken. Tätigkeiten wie Programmieren, Schreiben oder Designen lassen sich natürlich besser von unterwegs erledigen als beispielsweise die Arbeit am Fließband.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie lebt ein digitaler Nomade?</h3>



<p>Die Bandbreite der Lebensumstände digitaler Nomaden ist hoch. Während manche zwischen zwei Standorten in Deutschland pendeln, bereisen manch andere die ganze Welt. Ich persönlich stelle mir das Leben eines digitalen Nomaden sehr spannend vor. Obwohl es sicherlich auch Nachteile wie beispielsweise Einsamkeit haben kann. Eine gute Vernetzung mit anderen Menschen scheint hier besonders wichtig. Wer sich mit der Idee eines solchen Lebenskonzeptes beschäftigt, stellt sich möglicherweise auch ganz pragmatische Fragen. Wie setze ich das technisch um, was ich mir vorstelle? Wo muss ich mich melden? Wie und wo bezahle ich Steuern? Um nur einige zu nennen. Auch hier gibt es bereits online Coaching-Angebote, die einem bei dem Sprung in die Selbstständigkeit als digitaler Nomade unterstützen können. Da gibt es sicherlich eine Vielzahl an Variationen.&nbsp;</p>



<p>Der Gedanke auf einer Safari in Afrika Elefanten zu beobachten und dabei einen Blogartikel zu schreiben oder eine E-Mail zu beantworten, löst sicherlich in einigen Menschen eine gewisse Faszination aus. Schließlich symbolisiert er einen hohen Grad an Freiheit, wovon die meisten nur träumen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausbrechen aus dem Alltag</h3>



<p>Natürlich ist das Leben eines digitalen Nomaden nicht für jeden etwas. Nicht jeder wünscht sich ständig unterwegs zu sein, aus dem Koffer zu leben und selbstständig zu arbeiten. Und wie bereits erwähnt ist die Vereinbarkeit mit bestimmten Berufen auch nicht so leicht. Zudem können bestimmte Konstellationen, wie beispielsweise das Vorhandensein eines Partners, dessen Beruf nicht online möglich ist oder schulpflichtige Kinder besondere Herausforderungen bergen. Hast du jedoch die Möglichkeit und der Gedanke fasziniert dich, kann es bestimmt ein spannendes Lebenskonzept sein. Oder es besteht für den Zeitraum die Möglichkeiten einen anderen Beruf oder eine Abwandlung des vorhandenen Berufes auszuüben. Auch da gibt es sicherlich Wege, die sich manchmal erst aufzeigen, wenn man sich mit diesen Konzepten beschäftigt. Es sagt ja auch niemand, dass du für immer so Leben musst. Vielleicht möchtest du nur temporär etwas mehr Freiheiten genießen, um beispielsweise länger zu reisen. Es kann sicherlich für eine bestimmte Zeit eine spannende Alternative sein aus dem bekannten Alltag auszubrechen und ein völlig anderes Lebenskonzept kennenzulernen.&nbsp;</p>



<p>Ich für meinen Teil finde es eine spannende Idee und ein interessantes Lebenskonzept. Vielleicht stößt du auch mal auf den ein oder anderen Blog von einem digitalen Nomaden und verlierst dich im Lesen von den spannenden Orten und Abenteuern.</p>



<p>Hier geht es zum Blog der Berufskollegin:&nbsp;<a href="https://www.sonia-jaeger.com/de/blog/">https://www.sonia-jaeger.com/de/blog/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nadine-heussner.de/das-leben-als-digitaler-nomade/">Das Leben als digitaler Nomade</a> erschien zuerst auf <a href="https://nadine-heussner.de">Praxis für Psychotherapie und (Online-) Beratung</a>.</p>
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		<item>
		<title>Freundschaftsende, was nun?</title>
		<link>https://nadine-heussner.de/freundschaftsende-was-nun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Heussner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 12:40:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaftsende]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Kontaktabbruch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die richtigen Freunde zu finden, kann unter Umständen schwierig sein. Von einigen Menschen wirst du dich im Verlauf deines Lebens wieder verabschieden, denn, Leben bedeutet Entwicklung. Umstände wie Partnerschaft, Familie, Wohnort oder auch verschiedenen Persönlichkeitsentwicklungen sind einem ständigen Wandel unterworfen. Werte und Prioritäten verschieben sich im Laufe des Lebens und manchmal bergen vormals innige Freundschaften [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nadine-heussner.de/freundschaftsende-was-nun/">Freundschaftsende, was nun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nadine-heussner.de">Praxis für Psychotherapie und (Online-) Beratung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die richtigen Freunde zu finden, kann unter Umständen schwierig sein. Von einigen Menschen wirst du dich im Verlauf deines Lebens wieder verabschieden, denn, Leben bedeutet Entwicklung. Umstände wie Partnerschaft, Familie, Wohnort oder auch verschiedenen Persönlichkeitsentwicklungen sind einem ständigen Wandel unterworfen. Werte und Prioritäten verschieben sich im Laufe des Lebens und manchmal bergen vormals innige Freundschaften auf einmal ein großes Konfliktpotential. Unter bestimmten Umständen kann dies bis zum Freundschaftsende führen. Doch wie gehe ich damit um, wenn sich mit einem vormals sehr engen Freund/einer engen Freundin vielleicht auch überraschend die Wege trennen oder starke Konflikte entstehen?</p>



<p>Im Prinzip ist das Ende einer engen Freundschaft sehr ähnlich zu einer Trennung einer Liebesbeziehung. Oft bestand die Freundschaft schon sehr lange und man hat vielleicht nicht mit einem Beziehungsende gerechnet. Zudem stellt es häufig eine starke Kränkung dar. Wenn die vormals beste Freundin/ der beste Freund auf einmal nicht mehr mit einem befreundet sein will, fällt es wahrlich schwer das nicht ‚persönlich‘ zu nehmen.&nbsp;</p>



<p>Bei Partnerschaften gibt es häufig ein klareres Ende mit einem eindeutigen Trauerprozess. Das Umfeld weiß sofort, um die hohe emotionale Bedeutung des anderen und wir erhalten viel Trost und Zuspruch. Es ist ok, Liebeskummer zu haben und eine Weile traurig zu sein. Bei dem Ende einer Freundschaft kann die emotionale Bedeutung für die betroffene Person jedoch schnell einmal durch das Umfeld übersehen werden. Oft läuft das Ende subtiler ab. Die alte Beziehung loszulassen und zu betrauern kann dann manchmal sehr schwer fallen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Führe dir vor Augen, warum der andere dir wichtig war</h3>



<p>Für deinen Frieden mit der Situation kann es wichtig sein, sich noch einmal die emotionale Bedeutung des anderen zu vergegenwärtigen. Wenn man wütend und enttäuscht ist, hat man einen sehr negativen Blick auf den anderen, was sehr energieraubend sein kann. Häufig fragt man sich dann, wieso man überhaupt mit der Person befreundet war oder sich das so lange hat „gefallen“ lassen. In der Regel ist dies jedoch ein verzerrtes Bild. Auch wenn es natürlich verständlich ist, dass man enttäuscht ist.&nbsp;</p>



<p>Aber es geht hier auch um eine Person mit der du jahrelang intensiven regelmäßigen Kontakt hattest. In der Regel war die Person dir wichtig und du hast ihr viele positive Gefühle entgegengebracht. Manchmal kann es für das Loslassen der negativen Gefühle hilfreich sein, nochmal den positiven Gefühlen für die andere Person nachzuspüren. Was sind liebenswerte Eigenschaften? Wo war der andere in den letzten Jahren für dich da? Was habt ihr Schönes miteinander erlebt? Oder was verdankst du dem anderen vielleicht auch?</p>



<p>Versteh mich nicht falsch, dass machst du nicht primär für den anderen, sondern für dich. Es geht um deinen Seelenfrieden und darum, einen guten Abschluss mit der Situation zu finden. Das Reflektieren der Freundschaft mit all ihren Facetten kann dabei wichtig sein. Es wäre schade, wenn du den Rest deines Lebens nur mit Enttäuschung und Groll an einen Menschen denken könntest, der dich ein Stück deines Lebens begleitet hat. Oder auch, wenn du daraus Schlüsse für dein Selbst ziehen würdest, wie das du nicht liebenswert bist. Es gibt in der Regel eine Vielzahl von Faktoren, die zum Ende einer Freundschaft führen, woran in der Regel beide ihren Anteil haben.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Soll ich auf den anderen zugehen?</h3>



<p>Besteht die Beziehung noch, aber es gibt starke Konflikte, stellst du dir vielleicht die Frage, ob du diese beenden willst oder noch einmal auf den anderen zugehen willst. Nicht selten entsteht aufgrund von Kränkungen ein Machtkampf. Keiner will den ersten Schritt machen. Schon lange geht es nicht mehr um das Finden einer konstruktiven Lösung, sondern um das Gewinnen des Konfliktes, nicht zuletzt aus Schutz für das Ego und Trotz. Wenn der andere sich blöd verhält, bin ich ja nicht Schuld.&nbsp;</p>



<p>Die Frage ist jedoch, ob das eine sinnvolle Strategie ist. Am Ende hat man vielleicht dann die Genugtuung, dass man der stärkere war und „gewonnen“ hat, aber im Zweifelsfall auch einen Freund/Freundin weniger. Im Nachhinein betrauern Menschen dann diese Beziehungen nicht selten sehr lange oder grollen der Person, da es sich nicht nach einem schönen Abschluss angefühlt hat.&nbsp;</p>



<p>Natürlich kann es auch sein, dass es eine Beziehung ist, an der dir nicht (mehr) soviel liegt und sich ein Ende dieser Beziehung für dich sogar erleichternd anfühlt. Dann ist es sinnvoll die Beziehung zu beenden. Aber auch hier bringt es häufig wenig, einen Machtkampf gewinnen zu wollen oder als der stärkere aus der Situation gehen zu wollen.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schlussworte</h3>



<p>Das Ende einer sehr engen Freundschaft kann genauso schmerzen wie das Ende einer Liebesbeziehung. Du solltest dir Zeit nehmen, diese genauso zu betrauern und versuchen einen gesunden Abschluss zu finden. Vielleicht gibt dir auch die Bewältigung der negativen alten Gefühle noch einmal die Möglichkeit für einen emotionalen Neuanfang mit der Person. Auf alle Fälle wirst du dich in der Regel besser damit fühlen.</p>



<p>Denn um einmal Buddha zu zitieren: „An Zorn festhalten ist wie Gift trinken und zu erwarten, dass der Andere dadurch stirbt.“</p>
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